Wegespuren

Kalligraphie
(auch als Foto erhältlich)

Format ca.
H x B - cm

Preis in EUR                     
Wörter
aufgefädelt
Lichtkalligrafie
auf dem
Schattenpfad
schwarzweiße Fäden
im Lebensbuch

I.Bott


039.JPG

70 x 50

120 .-

Und siehe, zwei von ihnen gingen an dem selben Tage
in einen Ort, der lag von Jerusalem bei zwei Stunden
Wegs; des Name heißt Emmaus. Und sie redeten
miteinander von allen diesen Geschichten. Und es
geschah, da sie so redeten und besprachen sich mit-
einander, da nahte sich Jesus selbst und ging mit
ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie
ihn nicht erkannten…..Und sie kamen nahe zu dem
Orte, da sie hingingen…. Und sie nötigten ihn und
sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden
und der Tag hat sich geneigt…….Da wurden ihre
Augen geöffnet, und sie erkannten ihn: der Herr ist
wahrhaftig auferstanden.
 
             Lukas 24,13….         



013.JPG

80 x 60

120.-

Kastanienallee
 
Auf meinem Weg durch die Ereignisse
wähle ich die
Kastanienallee
sie hat Windungen
und lässt ihr Ende
nicht erkennen,
während ich im
Licht und Schattenspiel
der alten Bäume
voranschreite und
ihrer Einladung zur Rast
bisweilen folge
kürzer wäre
die neue Straße
aber hier fehlte mir
der Schutz der Blätter
und das Ziel an ihrem Ende ist
nicht mein Ziel.                
                             H.Zucchi


016.JPG

20 x 60

120.-

Ich
sah eine Birkenallee
wie sie nie
ein Rousseau
gemalt hat.
                                       F.Mackensen



017.JPG

80 x 60

120.-


Glückliche Stunde in Ludwigslust
linden-angelika-geschmückt
mit schattigen Alleen
an hellen Wassern
unter den Augen
der vielen alten Bäume
musikumweht…
                                         I.Bott



036.JPG

80 x 60
u.a.

120.-

Malvenallee
 
In langen Doppelreihen
begleiten die Stockrosen
den Weg zum
Stein des Guten Glücks
in Goethes Unterem Garten
                                         I.Bott


031.JPG

80 x 60

120.-

Der Flachsweg
 
Ditha ging zu dieser Zeit an einem Nachmittage,
der den anderen Leuten sehr heiß vorkam,
über dem Hügelsaum eines Kornfeldes empor…                               
Sie ging so lange, bis sie an dem oberen Rande
angekommen war, denn sie hatte dort ein Feld
mit Flachs, den sie spät gesät hatte und der jetzt
alle Tage in Blüte zu brechen versprach.
Das Feld war über und über in blauer Blüte.
Ditha:
Ich liebe die Flachspflanze sehr.
Sie ist ein Freund des Menschen.
Sie hat ihn lieb.
Zuerst hat sie die schöne Blüte
auf den grünen Säulchen.
Wenn sie dann tot ist
und durch die Luft und das Wasser
zubereitet wird,
gibt sie uns die weichen silbergrauen Fasern,
aus denen die Menschen das Gewebe machen,
welches ihre eigentlichste Wohnung ist,
von der Wiege bis zum Grabe.
 
                                     A.Stifter, Abdias



015.JPG

80 x 60

120.-

An schmalen sonnigen Pfaden meiner
Heimat, an kleinen Erhebungen, wo der
Sand rasch alle Sonnenwärme aufnimmt,
wächst – ach wie selten noch – der Thymian
(Thymus perphyllum), hier Quendel genannt.
Noch vor fünf Jahren duftete er in niedrigen
Polstern an einem Feldweg und ich habe,
auf einem großen Sandsteine sitzend,
sonntags dem Spiel der Bläulinge zugesehen,
die die Blüten umflatterten.
Alle meine Rettungsbemühungen waren
umsonst. Man hat den so stillen leicht hohlen
Weg mit einer hohen Schicht Schotter
aufgefüllt und planiert.
Verschwunden ist der große Feldstein,
sind Bläulinge und Thymian
                                            E.Striller


030.JPG

A 3

40.-

Unsere liebe Frau
von der Eibenhardt
schickt die Lahnwasser
hinüber zum
Weißen Stein:
Erwache!
Suche die Eiben.
                                      I.Bott



038.JPG

70 x 50

120.- 

Eibenwege
 
Die Wasseradern und Strahlungslinien im Erdreich
markierte man früher durch Bepflanzen mit Eiben,
die solche Standorte lieben.
Man legte dort Friedhöfe an oder baute den Altar
der Kirche über dem Kreuzungspunkt solcher Linien.
Die Kreuzwege der Märchen und Sagen,
Zeugen bedeutsamen Geschehens, folgten der
Gliederung der Landschaft nicht nur als
Geh-und Fahrwege des Menschen,
sondern bezeichneten den Verlauf solcher Linien,
deren Pflanzenkleid zugleich als Heilkraut
gegen Strahlenschäden bekannt war.
Die Kirche stellte oft an solchen Wegkreuzungen
Steinkreuze auf.
                                              nach D.Papst, in:
                                              I.Bott, Ökokräuterbuch



019.JPG

80 x 60

120.-

Weide in Babel und anderswo
Myrte im schönen Gedicht
Palme weltweit sich wiegend
unter der Sternenkuppel
süße Frucht im Laubschatten
auf dem sandigen Pfad zum Ziel:
Licht wird der Abend sein.
                                            I.Bott



033.JPG

70 x 50

120 .-

Man bewandert nicht stets neue Wege.
Von einem gewissen Alter an
 tritt man vielmehr
die eigene Spur
immer tiefer
und sinkt schließlich
als
Meilenstein in die Erde.
 
             Heimito v. Doderer, Einsicht und
                                              Eigenschaft



018.JPG

20 x 60

120.-

Millemerk
 
Steiniger Hang über sandigem Pfad
die Mühle im Tal, Millemerk,
in der Ferne die Ketten blauender
Wälder,
Roda
Weidegründe des Adels, Herrensaustall,
Luchse.
Mühsam ziehen Kuh und Rind den Pflug.
Steine lesen, schüttere Wiesen mähen,
magere Garben binden,
Kartoffeln roden, die das Wild vergaß,
Futterrüben ziehen.        
Mühsam der Heimweg ,
die Tiere saufen in der Bach.
Winters muß das Holzfällen
den Hunger überlisten
oder
man geht zu den Amerikafahrern.
                                                          I.Bott



032.JPG

70 x 100

150.-

Aufgeschlagen
lag es vor mir auf dem Weg
das leichteste Buch der Erdr
es hat nur zwei Seiten
staunend las ich die magischen Zeichen
da hob es sich in die Lüfte
keine Apokalypse
drei Worte nur
aus der geheimen Offenbarung
des Sommers
Tagpfauenauge
 
                                           Christine Busta


028.JPG

70 x 100
u.a.

150.-

Das holde Gestirn
wenn es zu Tag tritt
Himmlische Agitation
in Purpur und Gold
jagt schon Wärme ins Kreuz.
Einen Monat später
wer ich vor  Gäa
auf den Knien mich befinden
bei grüner Farb,
Schnittlauch und Veilchen.
 
                                            Sarah Kirsch



009.JPG

70 x 100

150.-

Du kriechst
du gehst du eilst                       
und läufst
du rennst fliegenden Atems
aus der Zeit
aus der drehenden Spiralegeschleudert
oder
angekommen
in der
Rose des Labyrinths     
                                      I.Bott
 



035.JPG

70 x 50

120.-

Steine
für Maria
Ehresteine
für ihr
Labyrinth.
                             Pablo Neruda



034.JPG

70 x 50

120.-

Magdalena                berichtet:
Ein Schnee-Engel
saß auf dem Stein
und wies mir das leere Grab
dann
bib ich einem Gärtner
begegnet.
Jetzt
bin ich ein Dornstrauch
der seine Rosen beschützt.
 
                            Chr. Busta



010.JPG

70 x 100
u.a.

200.-

"Wunderschöne Himmelsleiter
steigest auf und steigest weiter
holest von der Himmelsau
dir ein Stückchen und blühst blau.
Hältst mit feinen zarten Händen
Himmelsblau an allen Enden.
Ringelblume sieht dir zu
und dann macht sie es wie du
steiget auf und holt mit Wonne
dir die ganze goldne Sonne."

Text und Melodie: Selma Edith Lienert, aus dem Bürgeler Kräuterliederbuch
"Dies sind die Blümlein die mich können heilen"
EKD 156,7



021.JPG

A 4
A 3

40.-

Ihr goldgeflecktes Fell zuckt,
das ist der Tanz der Schlüsselblumen.
                   Fr. Schnack
 
himelsslüsselin
vastenblum
Vorbote der österlichen Zeit
 
Primula veris mit ihrem Frühlingsscheckenfalter
steht unter Naturschutz



023.JPG

A 3

40.-

Und vil die iehen, die Wegwart
sey gewesen
eyn frawe zart
und wart irs pulen
mit smertzen.
 
Und viele sagen, die Wegwarte
sei eine zarte Frau, die mit Schmerzen auf
ihren Liebsten wartet.
 
               H.Vintler,-1410, Plumen der tugent



027.JPG

A 3

30.-
40.-

Löwenzahn Taraxacum
 
Sie ist ein lichtprehendue veltploum
wan si stet an der straz der gnaden.
 
Sie ist eine lichtspendende Feldblume
an der Straße der Gnade.                              



040.JPG

A 3

40 .-

Wie mit Goldfäden
näht der Wegerichsaft
den klaffenden Riß zu
und wie an Gold sich nie
Rost ansetzt,
so flieht den Spitzwegerich
jede Fäulnis und faules Fleisch.
 
Wegerich, Fußstapfen des Weißen Mannes
 
                         Fr. Schnack  ?



006.JPG

A 3
70 x 50

40.-
120 .-

Ich reise übers grüne Land
der Winter ist vergangen
hab um den Hals
ein gülden band
daran die Laute hangen.
 
Mein Herz ist recht  ein Diamant
ein Blum von Edelsteinen
die funkelt lustig übers Land
in tausend schönen Scheinen.
 
          J.v.Eichendorff


025.JPG

A 3

40.-

Ach der Himmel
ein weißes wehendes Tuch
geschwungen schön
von den Liedern der Dörfer.
Die Birkentänze
hell in die Felder davon.
 
                       J.Bobrowski



024.JPG

A 3
70 x 100
u.a.

40.-
150.-

Und
landeten
unter Bäumen        
im grünen Ring
bei Flötenspielern
und Tänzern
                   
                                 William Yeats Butler



020.JPG

A70 x 50

120.-

Im Grase
 
Glocken und Zyanen,
Thymian und Mohn.
ach ein fernes Ahnen
hat das Herz davon
Und im sanften Nachen
treibt es so dahin.
Zwischen Traum uns Wachen
frag ich wo ich bin.
Seh ich Schiffe ziehen
fühl den Wellenschlag
weiße Wolken fliehen
durch den späten Tag.
Glocken und Zyanen
Mohn und Thymian
himmlisch wehn die Fahnen
über grünem Plan:
Löwenzahn und Raden
Klee und Rosmarin
lenk es Gott in Gnaden
nach der Heimat hin.
Das ist eine Stille
ja ich hör dich schon
Salbei und Kamille
Thymian und Mohn
und schon halb im Schlafen
-Mohn und Thymian-
landet sacht im Hafen
nun der Nachen an.
 
    J. Weinheber



014.JPG

70 x 50

120.-

In langen Doppelreihen
begleiten die Stockrosen
den Weg zum Stein
des Guten Glücks in
Goethes Unterem Garten

I.Bott u.a.
 



022.JPG
A 4
80 x 60
40.-
120.-
Labyrinthgedanken
 
Dem rollenden Garnknäul nach
mühsam dem Ziele zu
entwirren sich Gedankengeflechte
zum neuen Anfand
dem Lichtstrahl folgend?
                                            I.Bott



01 jpg_49.JPG

Format 21x15
20.-€